Zur nicht-operativen Narbenbehandlung
können Narbenmassagen, verschiedene Salben (z.B. Contractubex),
Injektionen von Medikamenten (z.B. Cortison) oder verschiedene Wundauflagen
(z.B. Silikongelfolien) angewandt werden. Günstig auf die Narbenbildung
wirkt sich auch Druck in Form von Kompressionsbandagen für
die Dauer von einigen Monaten aus.
Bei der operativen Narbenbehandlung wird die Narbenmasse
reduziert und die Kontraktur verringert, indem die Verlaufsrichtung
der Narbe z.B. durch sog. Z-Plastiken in eine zickzackförmige
oder W-förmige Richtung verändert wird. Durch den W-förmigen
Verlauf wird die Narbe verlängert und eine Verkürzung
durch eine Kontraktur wirkt sich nicht mehr so stark aus. Größere
Narbenflächen z.B. nach Verbrennungen können durch Excision
und Hautverpflanzungen behandelt werden. Eine sehr elegante Methode
ist die Vordehnung der gesunden Haut mit einem in einer Voroperation
implantierten Gewebeexpander. Der Gewebeexpander wird ambulant mit
Flüssigkeit aufgefüllt und dehnt so die gesunde Haut.
Dann kann die Narbe ausgeschnitten und der Defekt mit dem vorgedehnten
Hautlappen gedeckt werden.
Auffallend ist eine Narbe vor allem wenn sie tiefer
oder höher als die umgebende Haut ist und Schatten wirft. Durch
eine ausstülpende (evertierende) Nahttechnik wird eine Narbe
im Hautniveau erzielt, da die Narbe im Rahmen der Reifung etwas
einsinkt. Durch besondere Nahttechniken (Intrakutannaht) werden
störende Stichkanäle neben der Narbe vermieden, weil nur
eine strichförmige Narbe resultiert. Werden aus operationstechnischen
Gründen doch Einzelknopfnähte angewandt, so sollten diese
besonders im Gesicht frühzeitig entfernt werden (5-7 Tage),
um sichtbare Stichkanäle zu verhindern.
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