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Nasenkorrektur
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Die Plastische Chirurgie als Fachgebiet wurde mit den Korrekturen der Nase geboren. Die ältesten Nasenersatzplastiken wurden im 6. Jahrhundert vor Christus in Indien durchgeführt. Die Nase steht im Mittelpunkt des Gesichtes und damit auch der Persönlichkeit jedes Menschen. Eine erfolgreiche Korrektur führt deshalb sehr oft zu einer großen psychischen Erleichterung und Stärkung des Selbstwertgefühls. Die ästhetische Chirurgie der Nase (Rhinoplastik) hat eine Veränderung von Form und/oder Größe zum Ziel und verbessert dadurch nicht nur das Aussehen Ihrer Nase, sondern auch die Harmonie des gesamten Gesichtes.

 

Therapieprinzip
 
 

Prinzipiell zu unterscheiden ist zwischen einer geschlossenen und offenen Rhinoplastik. Bei der ersteren werden nur Schnitte im Naseninneren durchgeführt, bei der letzteren wird auch ein Schnitt am Nasensteg angelegt (mit nachher kaum sichtbarer Narbe). Bei der offenen Technik wird das gesamte Nasenskelett (Knorpel, Knochen, Scheidewand) freigelegt. Dadurch ergibt sich eine bessere Übersicht und Sicherheit für die Korrektur durch den Chirurgen. In letzter Zeit wird diese Technik deshalb bevorzugt.

Meistens ist ein zu hoher Nasenrücken zu verkleinern (Höckerabtragung), die Nasenspitze anzuheben, die Nasenflügel zu verfeinern und das Knochengerüst zu verschmälern. Dazu werden Teile der verschieden Knorpel entfernt. Zur Begradigung eines knöchernen Schiefstandes und Verschmälerung nach Höckerabtragung müssen Aufmeißelungen des Nasenbeins durchgeführt werden, um den Knochen verformen und neu positionieren zu können. Schiefnasen haben sehr oft einen Schiefstand der Nasenscheidewand (Septum), der die Nasenatmung behindert. Die Begradigung der Nasenscheidewand gehört dann auch zur Operation. Zur Korrektur von Defekten (Sattelnase) können Verpflanzungen von Knochen und/oder Knorpel z.B. aus dem Ohrknorpel, der Scheidewand oder Rippen erforderlich sein.

Am Ende der Operation muss das Ergebnis gesichert werden. Dies geschieht durch Schienung von innen mit Tamponaden und von außen mit einem Nasengips (Kunststoffschiene).


Grafik: mediXtra

 

Anästhesieform
 
 
Die meisten Nasenoperationen werden in Vollnarkose vorgenommen. Kleinere Korrekturen können auch in örtlicher Betäubung und Sedierung (sog. Dämmerschlaf) durchgeführt werden.

 

Risiken
 
 

Das gewünschte Ergebnis lässt sich in den meisten Fällen erreichen. Grobporige und fettreiche Haut können die Ausbildung einer feinen Nasensitze behindern, sehr feine Haut lässt dagegen die Konturen des Knochen- und Knorpelgerüstes deutlicher hervortreten. Kleinere Unregelmäßigkeiten im Bereich der Konturen, die durch Verwachsungen entstehen können, erfordern manchmal eine Nachkorrektur. Ernsthafte Komplikationen wie eitrige Wundinfekte, Verletzungen des Tränenkanals sind sehr selten. Für einige Wochen kann es zu einer Veränderung der Berührungsempfindlichkeit der Nase kommen. Bei aufwendigen Korrekturen, besonders an der Nasenscheidewand, können Narben und Durchblutungsstörungen der inneren Schleimhäute verbleiben, die im ungünstigsten Fall zu Knorpelschäden führen. Diese sehr seltenen Komplikationen können Form und Funktion der Nase beeinträchtigen und weitere Eingriffe zur Folge haben.

 

Nachbehandlung
 
 

Nach der Operation ist mit leichten Schmerzen, aber mit deutlich sichtbaren Schwellungen und Blutergüssen im Wangen- und Unterlidbereich zu rechnen. Beides bildet sich nach einigen Tagen zurück. Die innere Schienung in Form der Nasentamponade wird nach etwa 5 Tagen schmerzlos entfernt. Die äußere Schiene (Nasengips oder Kunststoffschiene) wird 2 Wochen belassen. In der ersten Zeit sollten Sie den Kopf im Bett hochlagern. Die inneren Nähte lösen sich von selbst auf, die äußeren Fäden werden nach 1 Woche entfernt. Eine pflegende Nasensalbe oder ein Nasenöl hilft den Schleimhäuten, sich schneller zu regenerieren. Nach Osteotomien (Knochenaufmeißelungen) sollte das Nasenskelett für 3 – 4 Wochen von außen nicht belastet werden, bis die Nasenform durch innere Heilung stabil genug ist. Brillenträger, die auf die Brille angewiesen sind, sollten deshalb für einige Zeit auf Kontaktlinsen umstellen oder die Kunststoffschiene länger tragen. Die endgültige Nasenform ist erst nach Eintritt der Narbenreife und Rückgang der geringen Restschwellung nach ca. 6 Monaten zu erwarten.

 

Kosten
 
 
Ästhetische Nasenkorrekturen werden nicht von den gesetzlichen oder privaten Krankenkassen übernommen. Bei einer Nasenscheidewandverbiegung mit Behinderung der Nasenatmung oder bei Nasenschiefstand nach einem Unfall werden die Kosten meistens von den Krankenkassen getragen. Zusätzliche ästhetische Teileingriffe, z.B. Höckerabtragung oder Verkürzung und Verfeinerung der Nase, müssen vom Patienten selbst getragen werden. Die Kosten hängen sehr vom individuellen operativen Aufwand ab und werden individuell vereinbart. Es muss mindestens mit Gesamtkosten von € 5000,-- bis € 6000,-- gerechnet werden.